Ende des Fürstentums

Die französischen Revolutionskriege (1792-1802) stürzten das deutsche Staatensystem in eine Krise und leiteten das Ende des Alten Reiches ein. Infolge der Mediatisierung wurden ab 1803 kleinere Fürsten- und Grundeigentümer aufgehoben.

Auch das Fürstentum und Großpriorat in Heitersheim war von dieser Aufhebung betroffen und fiel an das neu gegründete Großherzogtum Baden. Am 28.01.1806 wurde das Schloss durch badische Beamte übernommen und inventarisiert.

Damit endeten fast 600 Jahre Johanniterherrschaft und 257 Jahre Fürstentum in Heitersheim. Das umfangreiche Inventar an Möbel, Silber, Geschirr und Bilder sowie das Archiv wurde 1807 nach Karlsruhe transportiert, die Hofhaltung aufgelöst. Der Großherzog selbst war am Besitz nicht interessiert, da er bereits über genügend Schlösser verfügte.

Die Schlossgebäude sollten verkauft werden, jedoch fand sich kein Käufer. Eine wechselvolle Nutzungsgeschichte begann. Dem letzten Fürsten, Ignaz Balthasar Rinck von Baldenstein, wurde ein lebenslanges Wohnrecht im Schloss zugesichert. Er starb jedoch bereits am 30.07.1807.

Vorburg, spätbarockes Kanzleigebäude, um 1800.
Vorburg, spätbarockes Kanzleigebäude, um 1800.
Bildquelle: Oskar Zotz (Ausschnitt)
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