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Eine beachtliche Baumaßnahme bildete der Neubau des im neobarocken Stil errichteten Schwesternerholungsheims St. Ludwig. Nach Plänen des Architekten Lukas Geis aus Freiburg wurde in den Jahren 1908-1910 das Bauwerk an der Stelle des ehemaligen Fruchtspeichers, unter Mitbenutzung des alten Kellergewölbes, erbaut. Die neue Kirche erhielt einen Turm mit Zwiebelhaube und wurde, wie die vormalige Hauskapelle, dem hl. Karl Borromäus geweiht. In beiden Weltkriegen diente stets ein Teil der Schlossanlage als Lazarett. Noch im Frühjahr 1945 mussten auf militärischen Befehl alle Mädchen des Erziehungsheims entlassen werden. Nach Kriegsende wurde eine Näh- und Hauswirtschaftsschule eingerichtet, die bis 1965 bestand. Seit 1967 werden große Teile der östlichen Schlossgebäude durch eine Behindertenwerkstätte und seit 1971 durch eine Schule für behinderte Kinder genutzt. 1983-1985 ließen die Vinzentinerinnen das heutige Schwesternpflegeheim, einstiges Kanzleigebäude sowie weitere Nebengebäude des Schlosses umfassend und aufwendig renovieren. Heute leben rund 80 Schwestern im Schloss. Die Auflösung des landwirtschaftlichen Selbstversorgungsbetriebs erfolgte um 1990. ![]() Schlosskirche St. Ludwig, heutiger Zustand. Bild: Hans König
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