Die Vinzentinerinnen

Der Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, mit Mutterhaus in Freiburg, erwarb 1893 auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Erziehungsheim, Teile der stark in Verfall geratenen Schlossanlage.

Unter Leitung von Generaloberin Albana Jörger (1884-1898) wurde nach ersten Renovierungen im ehemaligen Ritterhaus ein Heim zur Erziehung und Beschäftigung von Mädchen eingerichtet. Eine eigens für die Andacht der Schwestern und Mädchen eingebaute Hauskapelle war dem hl. Karl Borromäus geweiht, deren Ausstattung zum Teil durch die Herdersche Verlagshandlung in Freiburg unterstützt wurde. Der Geistliche des Hauses wohnte im einstigen Kanzleigebäude, worin auch Privatpersonen in Pension genommen wurden.

Bereits nach dem Erwerb der ersten Schlossgebäude, dessen Kauf durch die großherzoglichen Regierung und die Erzdiözese Freiburg unterstützt wurden, plante der Orden die Einrichtung eines Erholungsheims für Schwestern. Schrittweise konnten die übrigen Teile des Schlosses, die sich noch in Privatbesitz befanden, bis 1907 erworben werden. 

Seite: 
12
Schloss, Ansicht von Osten. Luftaufnahme, 1930.
Schloss, Ansicht von Osten. Luftaufnahme, 1930.
Bildquelle: Kraus-Mannetstätter
© 2008 - 2012 | Jürgen Goebel